Brustvergrößerung

Beratung | Brustimplantate | Eingriff | Nachsorge | Risiken | Schmerzen | Auszeit

Beratung:

Bei dem Beratungsgespräch mit Untersuchung ( Dauer ca. 45 Minuten) wird zunächst die Anamnese (Krankengeschichte) erhoben, um auszuschließen, dass gesundheitliche Risiken vorliegen. Die spezielle Anamnese erfragt gerade bei jungen Frauen den Zeitpunkt der ersten Menstruation sowie den Beginn des Brustwachstums, um einschätzen zu können, ob die Brust nicht doch noch ein Potential zur eigenen Entwicklung hat. Die Methode der Brustvergrößerung sowie die Risiken und Komplikationsmöglichkeiten werden erklärt. Außerdem wird umfangreiches Bildmaterial mit Vorher-Nachher Bildern demonstriert, so daß Frau Dr. Czech versteht, welche Brustform und Brustgröße Sie sich wünschen, und Sie einen genauen Einblick bekommen, was Sie von einer Brustvergrößerung erwarten kann . Wichtig ist, daß Sie vor der Operation eine realistische Erwartungshaltung haben.

Ein großer Teil des Beratungsgespräches beinhaltet die Information zu Brustimplantaten. Das Wesentliche erfahren Sie bereits hier, den Umfang des Beratungsgespräches aber bereits hier wiederzugeben würde das Format einer Webseite sprengen.

nach oben

Brustimplantate:

Es stehen prinzipiell 2 Implantattypen zur Verfügung: runde oder anatomisch geformte Brustimplantate. Da die meisten unserer Patientinnen eine natürliche Brustform wünschen, verwenden wir in der Regel anatomische Implantate in Tropfenform. Diese stehen in unterschiedlichen Dimensionen ( Länge, Breite, Projektion nach vorn) zur Verfügung, so daß für jede Brust ein passendes Implantat gefunden werden kann. Anatomische Silikongelimplantate, wobei das hier enthaltene Silikongel stark vernetzt=kohäsiv ist, halten ihre Form und können nicht auslaufen. Sie haben eine Lebens“erwartung“ von ca. 15-20 Jahren, d.h. daß man mit weiteren Eingriffen im Laufe des Lebens rechnen muß. Bei Kochsalzimplantaten liegt die mittlere Lebensdauer deutlich geringer bei 8-10 Jahren. Vom Berührungsgefühl her ist das Silikonimplantat am natürlichsten.

Alle zur Zeit erhältlichen Implantate verursachen eine bindegewebige Reaktion des Körpers, die in der Ausbildung einer zarten Bindegewebshülle um das Implantat herum resultiert. Diese Hülle wird Kapsel genannt. Früher kam es rel. oft zu einer Verhärtung dieser Kapsel, der sogenannten Kapselfibrose, was eine erneute Operation erforderlich machte. Seit der Entwicklung der beschichteten (texturierten) Implantate und dank der Verbesserung unserer OP-Technik tritt dieses Phänomen selten auf.

Implantate lassen Röntgenstrahlen nicht durch, so daß auch zusätzlichen Untersuchungen wie Ultraschall im Rahmen der Brustkrebsvorsorge zusätzlich zur Mammographie empfohlen werden.

Gesundheitliche Bedenken: Derzeitiger Wissensstand :

Frauen mit Implantaten haben weniger Brustkrebs, weniger Autoimmunerkrankungen und Rheuma als Frauen ohne Implantate. Dies zeigen große Kohortstudien aus den USA, die regelmäßig aktualisiert werden. Dennoch bleibt das Implantat ein Fremdkörper, auch wenn die meisten Frauen schon wenige Tage nach der Operation das Gefühl haben, als „sei es so schon immmer gewesen“.

Die Stillfähigkeit bleibt in der Regel erhalten, weil das Implantat nicht in Berührung mit dem milchproduzierenden Drüsengewebe kommt.

nach oben

Der Eingriff:

Die Operation wird in Narkose durchgeführt.

Der Zugang, also der Ort, wo der Schnitt gesetzt wird, ist abhängig von der Form und der Größe des Implantates. Bei anatomisch geformten Implantaten liegt er meist in der Unterbrustfalte, da man von hier die beste Übersicht hat, und sich von hier das Implantat am sichersten plazieren läßt. Gerade bei anatomisch geformtem Implantat ist dies sehr wichtig. Prinzipiell sind natürlich auch der Zugang über die Achsel oder den Brustwarzenvorhof möglich. Welcher für Sie der beste ist, entscheiden Sie zusammen mit Frau Dr. Czech beim Beratungsgespräch vor der Operation.

Abhängig vom Ausmaß des Weichgewebes wird dann das Implantatlager vor oder hinter dem Brustmuskel ausgeformt. Die Lage hinter dem Muskel geht zwar in den ersten Tagen nach der Operation mit etwas mehr Schmerzen als vor dem Brustmuskel einher, führt aber auch zu einem harmonischeren Oberpolbereich der Brust. Vieles spricht auch dafür, daß die Lage hinter dem Brustmuskel zu weniger Kapselverhärtungen führt.

Auch bei sportlich aktiven Frauen ist die Lage hinter dem Brustmuskel sehr gut möglich.

Um Wundsekret, welches sich bei jeder Operation in den ersten Stunden bildet, abzuleiten, werden kleine Drainagen eingelegt, die 1-2 Tage nach dem Eingriff entfernt werden. Am Ende der Operation wird ein spezieller BH mit einem Gurt angelegt, der Schmerzen und Schwellung reduzieren hilft sowie ein Verrutschen des Implantates verhindert.

In der Regel bleiben unsere Patientinnen 1-2 Tage stationär.

nach oben

Nachsorge:

Für die Dauer von 4 Wochen wird der spezielle BH mit Gurt getragen.

Die Fäden werden nach 2 Wochen gezogen. Dies verursacht keine Schmerzen. An diesem Tag werden Sie auch zu BH‘s beraten, die Sie in Zukunft tragen möchten. Kleine Tipps sind hier wertvoll.

Die Nachsorge zieht sich über die Dauer eines Jahres hin, da die Wundheilung immer ein Jahr dauert, bei jedem noch so kleinen Eingriff. Danach bieten wir 1x pro Jahr eine Wiedervorstellung an, um dem Sicherheitsbedürfnis vieler Patientinnen entgegen zu kommen. Unbedingt notwendig ist dieses aber nicht.

nach oben

Risiken:

Die Brustvergrößerung stellt bei uns einen Routineeingriff dar. Dennoch hat jede Operation Risiken: Wulstnarben, Nachblutung, Thrombose und Embolie gelten als Rarität. Weitere Risiken werden bedingt durch das Implantat: Kaspelverhärtung, die einen erneuten Eingriff erforderlich machen kann, Wundinfektionen mit der Notwendigkeit der vorrübergehenden Implantatentnahme und Verrutschen des Implantates sind sehr selten. Häufiger sind in der ersten Zeit nach der Operation Sensibilitätsstörungen: vorrübergehend können die Brustwarzen empfindlicher aber auch weniger empfindlich sein. In der Literatur gibt es Fallbeschreibungen, wo die Brust auch dauerhaft in ihrer Sensibilität gestört ist.

Durch ein Implantat kommt auch mehr Gewicht in den Brustbereich, was zu einer Dehnung der Haut führen kann. Die Haut kann über die Zeit absinken, so daß u. U. nach Jahren eine Bruststraffung erforderlich werden kann.

nach oben

Schmerzen:

Gerade bei der Implantatlage hinter dem Brustmuskel sind in den ersten Tagen Schmerzmittel erforderlich, die Sie von uns bekommen. Die meisten Patientinnen benötigen nach dem 3-5.Tag nach der OP keine regelmäßige Schmerzmedikation mehr.

nach oben

Auszeit:

Wir möchten, daß alles bei Ihnen gut verheilt. Mindestens eine Woche, besser aber 2 Wochen Schonung sind hierfür erforderlich. Das Implantat soll „einheilen“, und dafür benötigt der Körper Ruhe.

4 Wochen nach der Operation sollten Sie auf Sport verzichten, danach können Sie wieder Ihre üblichen Aktivitäten aufnehmen, dazu beraten wir Sie im Rahmen der Nachuntersuchungen.

nach oben

Sie wünschen weitere Informationen? Dann rufen Sie uns an unter 0531 - 707 4040 oder nehmen Sie online Kontakt mit uns auf!